Institut für Historische Theologie

Forschung

Habilitationsprojekte

Habilitationsprojekt von Dr. Theodoros Alexopoulos

Mit diesem Beitrag zum Fach Patristik setze ich mich mit einer Frage auseinander, die seit Jahrhunderten zwischen den Kirchen des von Byzanz geprägten Ostens und den Kirchen des Westens umstritten ist: mit dem Hervorgehen des Geistes allein vom Vater, wie es der Osten seit dem 9. Jh. festgelegt hat, oder „aus Vater und Sohn“ (lat. Filioque), wie es sich vor allem unter dem Einfluss Augustins allmählich im mittelalterlichen Abendland durchgesetzt hat und auch von den Kirchen der Reformation festgehalten worden ist. Dabei handelt es sich um eine kommentierte Übersetzungsausgabe zu einem äußerst wichtigen Text aus der Filioque-Kontroverse, der sog. Mystagogie des Hl. Geistes des Patriarchen Photios von Konstantinopel, der als Flagschiff der orthodoxen antifilioquistischen Kritik gilt. Haben die geschichtliche Konstellation des Schismas sowie die konfessionellen Vorurteile die Figur des Photios negativ belastet, dann hat man durch die erwähnte Arbeit die Gelegenheit, die Stellung des Photios und sein theologisches Profil aus einem anderen Blickwinkel zu beurteilen und mehr Klarheit über die orthodoxe Einwände gegen das Filioque zu gewinnen.

Die Übersetzung, die unter der Betreuung des renommierten Gräzisten Prof. Herwig Görgemanns steht, ist schon angefertigt worden. Der historische Teil der Arbeit sowie der Kommentar wird von Prof. Peter Gemeinhardt (Göttingen) und Prof. Adolf Martin Ritter, mit dem ich mehr als 8 Jahren in Heidelberg zusammengearbeitet habe, betreut. Aller Voraussicht nach wird das Projekt in zwei Jahren abgeschlossen sein..

Habilitationsprojekt von Dr. Pierre-Olivier Léchot

Membre attitré de la République des Lettres reconnu en son temps pour ses traités de morale, le théologien Jean-Frédéric Ostervald (1663-1747) a depuis sa mort pâti de son statut de « deuxième réformateur » de Neuchâtel.

Si les travaux qui lui ont été consacrés s’accordent pour voir en lui un « homme d’Église de grand style » (K. Barth), force est de reconnaître que son engagement au plan local a largement éclipsé son œuvre théorique et son impact réel durant le xviiie siècle. Du coup, on a généralement passé sous silence son intérêt premier pour la morale et l’importance de cette thématique dans son engagement intellectuel et pratique au profit de son rôle de réformateur de l’Église neuchâteloise. Partant de cette volonté de moralisation de la théologie réformée et des pratiques ecclésiales protestantes à laquelle on tente de redonner sa juste place au sein de son œuvre, notre recherche vise en particulier à évaluer la portée des modifications théologiques et pratiques initiées par Ostervald durant près de cinquante ans.

Habilitationsprojekt von Dr. Renate Burri

Inwiefern widerspiegeln nach dem Fall Konstantinopels produzierte griechische Handschriften kulturelle Zugehörigkeiten, Distanzierungen, Austauschprozesse, Aneignungen? Die eingehende Untersuchung der Buchproduktion einer Auswahl von emigrierten und in der Heimat verbliebenen byzantinischen Kopisten soll nicht nur die Handschriften in ihrer Komplexität als kulturelle Identifikationsobjekte sowie als Träger und „Transportmittel“ von Texten, Wissen und Ideen erfassen, sondern auch neue Aufschlüsse über die Interaktionen zwischen der lateineuropäischen, der byzantinischen und der islamisch-osmanischen Kultur aufzeigen.